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Die Anfänge des Bistums Basel reichen zurück ins 4. oder 5. Jh. Bis zur Reformation residierte der Bischof in Basel; als besonderer Gönner trat damals Kaiser Heinrich II. (973 bis 1024) hervor; er ist heute Zweitpatron des Bistums.

1528 bis 1792 war Pruntrut Sitz des Bischofs. Nach einer Übergangszeit, in welcher der Bischof in Offenburg residierte, ist seit 1828 die Stadt Solothurn Amtssitz des Bischofs von Basel. Zum Bistum gehörte bis zur Französichen Revolution auch das obere Elsass.

Von 999 bis 1802 war der Bischof von Basel Fürstbischof, d. h. Bischof und zugleich Fürst des Heiligen Römischen Reiches und als solcher weltlicher Landesherr im heutigen Kanton Jura, im Berner Jura, im Birseck und im Laufental. Der Verlust dieser Stellung machte am Beginn des 19. Jahrhunderts eine Neuumschreibung der Bistumsgrenzen notwendig.
Grundlage dieser Reorganisation bildete ein Staatsvertrag (Konkordat) zwischen den Regierungen der Kantone Solothurn, Luzern, Bern und Zug einerseits und dem Heiligen Stuhl andererseits. Der Vereinbarung sind im Laufe der Zeit die anderen sechs Bistumskantone beigetreten.

Die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts führte zu spürbaren Veränderungen. Das 2. Vatikanische Konzil (1962 bis 1969) öffnete Seelsorge und Verkündigung den Herausforderungen unserer Zeit. Die Synode 72 (1972 bis 1975) sowie die "Europäische Ökumenische Versammlung für Gerechtigkeit, Friede und Bewahrung der Schöpfung" in Basel (1989) haben dem kirchlichen Leben in unserem Bistum neue Perspektiven gegeben. Quellennachweis

Äusserst empfehlenswert und thematisch viel weiter führend ist der Abriss des Fürstbistums Basel des Historischen Lexikons der Schweiz.

Literatur: Beginn der Neuzeit. Das Bistum Basel in seiner Geschichte. J.C. Rebetez