Arlesheim ist bekannt für seinen Dom, seine beiden Burgen und den englischen Landschaftspark, die Eremitage.
Seine vielfältige Landschaft und die Besonderheiten der Flora und Fauna kennt man weit weniger. Mit dem Kapitel "Landschaft" auf dieser Webseite sollen Dombesuchende ermunter werden, ihre Reise nach Arlesheim mit einer angenehmen Wanderung zu verbinden.
Zugleich ist sie ein Plädoyer für die Erhaltung der Artenvielfalt in unserem Lebensraum, die aus dem langsamen Prozess der Evolution hervorgegangen ist.
Sie mutwillig und leichtfertig preiszugeben widerspricht dem Ansinnen aufgeklärter Arleserinnen und Arleser, die sich konsequent und auf jedem Feld in Arlesheim für Erhaltenswertes einzusetzen, in der Natur, in der Kultur und im Gemeinwesen.
Arlesheim, einst als Terrassendorf fünfzig Meter über der Talsohle der Birs, liegt auf 300 bis 400 Meter über Meer. Das Birstal gilt als südliches Ende der Oberrheinischen Tiefebene. Im Westen wird es begrenzt vom Bruderholz, einem Hügelzug, der sich in das französische Sundgau fortsetzt. Östlich begrenzen die Hänge des Gempens, der das westliche Ende des Tafeljuras markiert, das Tal, während im Süden mit dem Blauen der Kettenjura sein nördliches Ende findet. Die verschiedenen Landschaftsformen Arlesheims sind trotz der heute dichten Bebauung noch unschwer auszumachen. Das eigentliche Wohngebiet liegt auf einer Niederterrasse über der Talsohle, die sich nach den Ameliorationen der Birs im 19. Jahrhundert erneut abgesenkt hat, da sich kaum mehr Schwemmmaterial ablagerte. Die nach Westen und Südwesten abfallenden sanften Kämme des Gempenplateaus (759 Meter beim Gempenturm) sind bevorzugte Wohngebiete, die bei gutem Wetter den Blick bis weit in die Vogesen eröffnen. Von Osten fliesst der Dorfbach vom Gobenmatt-Tal und der Ermitage zur Birs. Weiter oben finden sich kennzeichnen Flühe und Gräben die steilen Hänge des westlichen Baselbieter Tafeljuras. Schliesslich gilt der Übergang im Gebiet der Ränggersmatt über Schönmatt nach Liestal als ein weiterer, eigenständiger Landschaftsteil.
Arlesheim ist - wie die ganze Region Basel - bekannt für ein mildes und nebelarmes Klima. Die Westhänge des Gempens sind allerdings unmerklich feuchter als die nahegelegene Stadt Basel. Häufig herscht Westwindwetter, gegen kalte Ostwinde ist Arlesheim durch die besondere Topografie geschützt. Die Schneehöhen sind gering, in den Hanglagen liegt häufig etwas Schnee, während die nur wenig tieferen Lagen der Niederterrasse schneefrei sind.



