Das Leben der Domherren schien ein ruhiges und würdiges gewesen zu sein; denn die Überlieferung kennt keinerlei Klagen über dieselben. Dass sie sich bisweilen auch vergnügten, wird ihnen kein Verständiger übelnehmen, und wenn auch dieses Vergnügen nicht ganz den heutigen Anschauungen entspricht. So berichtet das 'Pays du dimanche' von Pruntrut in Nr. 105. "Le 18 Février il y eut souper et grand bal ... le bal commença et tout y était invité, savoir toute la noblesse, tous les avocats, toutes les dames et demoiselles de la ville".
*Quelle: H.G. Sütterlin, Heimatkunde des Dorfes und der Pfarrei Arlesheim (1904) S. 172
Arlesheim verdankt ihrem Pfarrer und späteren Dekan Sütterlin (1826-1907) sehr viel. Er war 1850 zum Priester geweiht worden, nachdem er - als mittelloser, aber hoch begabter Student - in Deutschland Theologie studiert hatte. Zunächst wirkte er als Pfarrer in Schönenbuch und Ettingen. Zeitlebens hat er sich mit der Volkskunde und der Geschichte des Birsecks befasst, und seiner letzten Heimat, Arlesheim, wo er von 1874 bis 1904 amtete, schenkte er eine umfassend recherchierte Heimatkunde.
*Sütterlins Arlesheimer Heimatkunde wurde 1906 als eine Initiative von www.arlesheim-dom.org neu aufgelegt. Sie ist im Internet als Paperback oder E-Book erhältlich.